Neue ZIM-News online – mit Bericht von der Netzwerktagung ZIM 2016

Auf der ZIM-Netzwerktagung im Oktober 2016 wurde diskutiert, wie Innovationen erfolgreich an den Markt gelangen können und warum Innovationsprojekte und Unternehmensneugründungen oftmals scheitern. Experten gaben Hinweise und Tipps, wie Unternehmer den Erfolg ihres Projekts positiv beeinflussen können. Die Informationen zur ZIM-Netzwerktagung aus dem neuen ZIM-Newsletter 2-2016 haben wir für Sie zusammengefasst.

ZIM-Newsletter, Bloggrafik

Was sind die größten Herausforderungen bei der Platzierung von ZIM-Projektergebnissen am Markt?

Prof. Dr. Reinhold Bauer von der Universität Stuttgart stellte Innovationsprojekte vor, die trotz Markt- und Kundenorientierung nicht die erforderlichen Umsätze am Markt generieren konnten. Aus diesen Praxisbeispielen und seiner Erfahrung als Leiter des Bereichs Wirkungsgeschichte der Technik an der Universität Stuttgart leitete er fünf Hauptgründe ab, aus denen neue Produkte scheitern:

  • Probleme mit der Technik des neuen Produkts bzw. der neuen Dienstleistung
  • Starke Wettbewerber am Markt
  • Die anvisierten Nutzer werden falsch eingeschätzt
  • Die Innovation ist zu revolutionär
  • Die Umgebung, in der die Innovation entstehet, ist nicht stabil genug.

Weiterhin führte er auf, dass Innovationen den richtigen Zeitpunkt benötigen, um von den Kunden angenommen zu werden. Diese Unsicherheit sei sehr schwierig zu beheben und ein Mangel an Informationen immer vorhanden. Insbesondere ein gutes Risikomanagement könnte hier laut Prof. Bauer Abhilfe schaffen. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde zur Senkung dieser Risiken die Teilnahme an Forschungsnetzwerken als ein guter Weg  erörtert.

Quelle: Nachzulesen im Newsletter des BMWi 2-2016 zu ZIM.

ZIM-Netzwerke senken die Gefahr des Scheiterns von neuen Produkten und Neuentwicklungen

Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Bauer wurde eine Podiumsdiskussion mit Akteuren aus Universitäten, aus dem BMWi sowie von Unternehmen geführt. Die beteiligten Unternehmen konnten als Netzwerkpartner Erfahrungen mit ZIM-Netzwerken sammeln. Es wurde deutlich, dass das Risiko, mit einer Innovation bzw. einem neuen Produkt am Markt zu scheitern, durch Kooperationen in Netzwerken deutlich abgemildert werden kann. Unternehmen mit einer Produktneuentwicklung profitieren von Forschungsnetzwerken: Besonders davon, dass ihr Innovationsprojekt aus verschiedenen Perspektiven betrachtet wird und sie regelmäßig Feedback durch die anderen Netzwerkteilnehmer und durch potentielle Anwender erhalten. Notwendige Änderungen und Korrekturen können in der Netzwerkgruppe besprochen werden und Entscheidungen können leichter getroffen werden.

Ein Beispiel für ein ZIM-Netzwerk ist das Netzwerk PerzPektive, das seit 2016 besteht und technische Lösungen für Menschen mit Einschränkungen sowie für Ambient Assisted Living entwickelt.

Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten für die Förderung neuer Produkte und Innovationen

Durch Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, wurde die Netzwerktagung ZIM eröffnet. Sie erläuterte, dass die oben beschriebenen Innovationen enorm wichtig für die deutsche Wirtschaft sind. Die notwendige Unterstützung durch die vielen Programme des BMWi für kleine und mittlere Unternehmen können KMU demnach definitv finden: Dabei werden nicht nur Programme für Start-ups angeboten, sondern für jede Phase einer Innovation, für die unterschiedlichsten Branchen und für etablierte sowie neu gegründete Unternehmen. Auch die Bedeutung von ZIM-Netzwerken ist hier besonders hervorzuheben: Es ergeben sich Vorteile für KMU aus den Synergien mit Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen, so dass sie ihre Fähigkeiten gewinnbringend einsetzen können.

Sie suchen Zuschüsse und Unterstützung für Ihr Forschungsvorhaben, die Entwicklung eines neuen Produkts oder Verfahrens oder den Aufbau eines Forschungsnetzwerks? Sprechen Sie uns an – wir verfügen über mehr als 15 Jahre Erfahrung und besprechen gerne in einem kostenlosen Erstgespräch Ihre Fördermöglichkeiten. Wir freuen uns auf Sie!

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Sie interessieren sich für weitere Förderprogramme des BMWi? Lesen Sie unsere Infoseiten zu WIPANO (Patentförderung), INNO-KOM für strukturschwache Gebiete, go-inno Beratunsgförderung, ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand und IGF für Forschung in Unternehmen und Unternehmensprojekte.

Marketing von Innovationen und Ergebnissen aus ZIM-Förderprojekten enorm wichtig

In weiteren Vorträgen wurden erfolgreiche ZIM-Netzwerke vorgestellt. Auch das Marketing als wichtiger Faktor wurde betont. Dazu sollten Unternehmen von Anfang an bei einem ZIM-Projekt an die spätere Vermarktung ihres neuen Produkts denken, betonte die Leiterin des Referates ZIM im BMWi, Carmen Heidecke.
Prof. Dr. Thorsten Teichert gab aus seiner langjährigen Erfahrung heraus Tipps für Unternehmen zum Thema Vermarktung von Innovationen und ZIM-Projektergebnissen. Er erläuterte in einem Interview, dass Produktmerkmale nicht relevant sind für potentielle Kunden, gleichzeitig aber ein Projekt enorm verteuern. Diese Investition ist nach Projektstart kaum mehr rückgängig zu machen und zahlt sich bei Verkaufsbeginn des neuen Produkts nicht aus. Für die Vermarktung ist ebenfalls wichtig, dass ein nicht nur die Technik des neuen Produkts, sondern auch ein spezifisches Geschäftsmodell entwickelt wird. Über dieses kann dann der Verkauf funktionieren. Für Marketingaktionen selbst sollten Unternehmen mit Experten zusammenarbeiten, empfiehlt Prof. Dr. Teichert.

Weitere Informationen

Den vollständigen Newsletter des BMWI finden Sie unter diesem Link. Die nächste Veranstaltung des BMWi zu ZIM ist der Innovationstag Mittelstand, der am 18. Mai auf dem Gelände der AiF Projekt GmbH stattfindet.