Bundesregierung schafft Siebtauflage des Energieforschungsprogramms

Im September 2018 hat die Bundesregierung das Förderprogramm „Innovationen für die Energiewende“ initiiert. Dieses fungiert bereits als siebte Neuauflage des Energieforschungsprogramms. Mit einem totalen Fördervolumen von sieben Milliarden Euro wird das Förderprogramm maßgeblich dazu beitragen, innovative Energietechnologieprojekte und damit die Energiewende voranzutreiben.

Wer kann eine Förderung durch das Programm „Innovationen für die Energiewende“ erhalten?

Das Energieforschungsprogramm „Innovationen für die Energiewende“ fördert die angewandte Forschung, die Entwicklung sowie die Demonstration von innovativen Energietechnologieprojekten. Diese bringen vielfältige, nicht zu unterschätzende Risiken mit sich, die vor allem wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und/oder technischer Natur sind. Die Bundesregierung hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, entsprechende Innovationsvorhaben im Rahmen des Energieforschungsprogramms finanziell zu fördern. Die folgenden, mit einer Niederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland ansässigen Unternehmen sind dabei förderfähig:

  • Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Gebietskörperschaften und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung
  • Großunternehmen
  • Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und Start-Ups

Welche Kosten sind durch das Energieforschungsprogramm förderfähig?

Verschiedene Kosten sind durch das Programm „Innovationen für die Energiewende“ förderfähig. Dazu gehören nicht nur Sach- und Personalkosten. Auch Fremdleistungen sowie Abschreibungen für Investitionen zählen zu den förderfähigen Kosten.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups können vom Energieforschungsprogramm profitieren

Mit dem Energieforschungsprogramm möchte die Bundesregierung vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups zu einer Teilnahme animieren. Eine Grundlage für eine Förderung durch das Energieforschungsprogramm stellt nämlich üblicherweise eine angemessene Eigenbeteiligung der gewerblichen Wirtschaftsunternehmen an den Kosten des Innovationsprojekts dar. Diese beläuft sich in der Regel auf 50% der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten.

Bei KMUs kann die Förderquote allerdings erhöht werden. Aufgrund von möglichen Zuschlägen, die sich nach Artikel 25 AGVO erhalten lassen, beträgt sie dann bis zu 80%. Die Projektkosten von Hochschulen, aber auch von Forschungs- und Wissenschaftsinstituten sind dagegen bis zu 100% förderfähig. Dies ist dann der Fall, wenn die Einrichtungen mit ihrem Energieinnovationsprojekt nichtwirtschaftliche Ziele verfolgen.

Weitere Förderkonditionen

Für das Energieforschungsprogramm gelten prinzipiell die folgenden Konditionen:

  • Eine minimale Förderdauer existiert nicht
  • Energietechnologische Innovationsprojekte können über einen Zeitraum von ein, zwei oder drei Jahren gefördert werden
  • Ebenso ist eine Förderung darüber hinaus möglich
  • Die Förderdauer bei Projekten, die durch das Programm „Innovationen für die Energiewende“ gefördert werden, beträgt meist drei Jahre
  • Zuwendungen erfolgen in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen, in der Regel als Anteilsfinanzierung

Das Energieforschungsprogramm „Innovationen für die Energiewende“ ist ein zweistufiges Förderverfahren. Die erste Stufe hat dabei die Anfertigung einer Skizze zum Inhalt. Wird diese als förderfähig eingestuft, erfolgt eine Empfehlung zur Antragstellung. Nach der erfolgreichen Einreichung der Unterlagen setzt anschließend Stufe zwei des Verfahrens ein. Sie endet mit einer Bewilligung oder einer Ablehnung des Projektantrags.

Ebenfalls förderfähige Energievorhaben

Des Weiteren sind bei größeren Projektvorhaben auch Begleitstudien förderfähig. Diese können sich etwa mit den gesellschaftlichen Fragen der Energiewende oder mit der sozialen Akzeptanz von technologischen Innovationen befassen. Außerdem ist es für Kooperations- und Verbundprojekte ebenfalls möglich, eine Förderung durch das Programm „Innovationen für die Energiewende“ zu erhalten. Die Wahl des Kooperationspartners wird mitunter jedoch eingeschränkt, zum Beispiel auf Landesebene.

Kann das innovative Technologievorhaben die spezifischen Kriterien des Energieförderprogramms nicht einhalten, ist dennoch eine anderweitige Förderung möglich. Beispielsweise fördert das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) technologische Innovationsprojekte themenunabhängig.

Weiterführende Informationen zum Energieforschungsprogramm

Zusätzliche Informationen zum Förderprogramm „Innovationen für die Energiewende“, der siebten Auflage des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung, finden Sie hier.

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