EUREKA! Dänemark und Deutschland starten Ausschreibung für FuE-Projekte

Das deutsche Förderprogramm ZIM, das dänische Zuschussprogramm InnoBooster und die deutsche Forschungsinitiative EUREKA haben eine Ausschreibung für gemeinsame Forschungsprojekte veröffentlicht. Sie richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) in Dänemark und Deutschland. Weitere Partner für die Projekte wie z.B. Forschungseinrichtungen und Hochschulen sind willkommen.

Kooperation von ZIM, InnoBooster und EUREKA für KMUs

EUREKA ist eine 1985 gegründete Forschungsinitiative und hat zum Ziel, durch grenzüberschreitende Forschungsprojekte die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Initiative arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung und ihr Projektbüro hat seinen Sitz in den Räumlichkeiten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn.
ZIM und InnoBooster sind nationale Förderprogramme (ZIM: Deutschland, InnoBooster: Dänemark), die sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen richten und bei denen Unternehmen Zuschüsse für Technologie- und Innovationsprojekte beantragen können.

Antragskriterien wie bei ZIM und InnoBooster

Antragsberechtigt sind deutsche Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern mit einer Niederlassung in Deutschland können bei ZIM Anträge einreichen. Die Bilanzsumme darf nicht höher als 43 Mio. Euro oder der Umsatz nicht höher als 50 Mio. Euro sein. Dänische Unternehmen, die an der Ausschreibung teilnehmen möchten, dürfen bis zu 250 Mitarbeiter haben und müssen ein kleines bis mittleres Unternehmen sein (gemäß EU-Definition).

  • Das zu fördernde Projekt muss von mindestens einem deutschen und einem dänischen KMU durchgeführt werden.
  • Aus der Kooperation der deutschen und dänischen Partner sollte sich ein signifikanter Vorteil und hoher Wert für alle Partner ergeben (z.B. Erhöhung des Know-hows, neue Vertriebsmöglichkeiten, verbesserter Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur, neue Anwendungsgebiete für die eigenen Technologien)
  • Der Antrag zeigt einen signifikanten Anteil an dem Projekt durch mindestens ein dänisches und ein deutsches KMU
  • Der Antrag stimmt überein mit den Anforderungen von ZIM und InnoBooster.

Vorteile durch EUREKA

Zusätzlich zur Unterstützung bei der Beantragung der ZIM- bzw. InnoBooster-Fördergelder erhalten die Teilnehmer weitere Unterstützung durch EUREKA: Sie erhalten einen nationalen Ansprechpartner, den sogenannten Nationalen Projektkoordinator (NPC), der das Projekt begleitet und unterstützt. Weiterhin profitieren sie von Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit, die EUREKA durchführt: EUREKA ist europaweit auf Messen, Veranstaltungen und Kongressen vertreten.

Fördergelder bis 209.000 € für deutsche Unternehmen und 670.000 € für dänische Unternehmen

Die Höhe der gewährten Fördermittel liegt bei maximal 55% von 380.000 € Projektkosten für Unternehmen, die über ZIM beantragen. Der Zuschuss wird anteilig zu den eigenen Projektkosten gezahlt. Die Höhe des Fördersatzes (maximal 55% der Projektkosten) ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Gefördert werden Personalkosten; Kosten für Unteraufträge, die aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen an externe Dienstleister vergeben werden;  Kosten für Forschungs- und Entwicklungsaufträge; sowie weitere Kosten die jedoch pauschal berechnet werden. Im Programm InnoBoost für dänische Unternehmen erhalten diese maximal 670.00 € (DKK 5 Mio.). Anträge können bei beiden Programmen laufend gestellt werden.

Sie kooperieren bereits mit einem dänischen Unternehmen bei einem technologischen Projekt bzw. einem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben? Oder Sie planen eine Produktneuentwicklung im Bereich Technologie oder Innovation?  Sprechen Sie uns an! Wir freuen uns auf Sie. Das Erstgespräch ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

Auswahl eines geeigneten Förderprogramms für Forschungsprojekte

Der Bund und die Länder möchten Unternehmen in Deutschland stärken. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Mittelstand und KMU. Daher haben Bund und Länder zahlreiche Förderprogramme für Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgelegt. Dies wird unter dem Begriff Innovationsförderung zusammengefasst. Einen guten Überblick gibt eine Broschüre des BMWi „Von der Idee zum Markterfolg“.
Bei der Beantragung dieser Förderprogramme sind zahlreiche Kriterien zu beachten. So darf das antragstellende Unternehmen bei manchen Förderprogrammen nach der Einreichung des Antrags bereits mit dem Projekt beginnen (z.B. bei ZIM), wohingegen das Forschungsvorhaben bei anderen Förderprogrammen erst begonnen werden darf, wenn der Antrag auf Zuschüsse erfolgreich bewilligt wurde. Es ist daher am besten, sich bereits vor Beginn von Forschungsprojekten bzw. Vorhaben zur Produktneuentwicklung eine Strategie zu überlegen. Oftmals macht es auch Sinn, ein Vorhaben in mehrere Teilprojekte aufzusplitten. Das schafft nicht nur intern Klarheit über die anstehenden Aufgaben, sondern vereinfacht auch die Antragsformulierung.

Hier finden Sie den vollständigen Text zur EUREKA-Ausschreibung Deutschland-Dänemark (auf Englisch).

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In diesem Artikel haben wir uns mit den Vorteilen von Technologieförderung für Unternehmen beschäftigt.