KMU-NetC: Neues Förderprogramm für forschende KMU

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung möchte die Marktposition von KMU stärken und bietet Fördergelder für FuE-Aktivitäten, die von mindestens 2 KMU gemeinsam bearbeitet werden.

Anlass und Hintergrund: KMU-NetC antwortet auf den digitalen Wandel

In den letzten Jahren ist der Druck auf KMU durch neue Geschäftsmodelle und Plattformen im Zuge der Digitalisierung kontinuierlich gestiegen. Es ist inzwischen erforderlich, sich als Unternehmen immer wieder neu zu positionieren. Um in schnelllebigen Märkten zu bestehen, sind Innovationen und neue Entwicklungen sowie Effizienzsteigerungen notwendig.

Innovationen durch Forschungsnetzwerke und Cluster

Für viele Unternehmen ist dieser Innovationsprozess aufwändig und kostenintensiv. Zusammenschlüsse von Unternehmen in Netzwerken und Clustern können diesen Aufwand verkleinern und durch das Aufeinandertreffen von unterschiedlichem Know-how die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen stärken. In Forschungsnetzwerken oder Forschungsclustern schließen sich meistens Unternehmen und Forschungseinrichtungen oder Hochschulen zusammen, die verschiedene Fördermittel erhalten. Die Themen sind bestimmte, vorher festgelegte Forschungsschwerpunkte z.B. für den Automotive-Sektor, für neue Produktionsverfahren und für Prozessverbesserungen in der Industrie, im Maschinenbau, in der Elektrotechnik, für Werkstoffe und neue Materialien, für die Nanotechnologie, für die Umwelttechnik und die Energietechnik. Förderungen und Zuschüsse helfen hier, Kosten zu verringern.

 

Projektförderung mit KMU-NetC ist themenoffen und technologieübergreifend

Das Förderprogramm KMU-NetC richtet sich an genau diese Netzwerke und Cluster. Die Teilnehmer sollen durch die Bereitstellung der Fördermittel dazu angeregt werden, Innovationen zu entwickeln und neue Innovationsprojekte aufzusetzen. Weiterhin sollen sich insbesondere förderunerfahrene KMU und KMU mit bisher wenig Forschung beteiligen. Gefördert werden Projekte aus allen Branchen außer Bauinvestitionsprojekte, die unter anderem

  • risikoreich sind
  • eine Anwendungsorientierung aufweisen
  • zukunftsorientiert sind
  • und ein großes Wirkungspotential haben.

(Quelle: Bekanntmachung zu KMU-NetC vom BMBF vom 17.8.2016)

 

Welche Unternehmen sind antragsberechtigt bei KMU-NetC?

  • KMU gemäß EU-Definition mit einem Sitz, einer Betriebsstätte oder einer Niederlassung in Deutschland. Das umfasst kleine und mittlere Unternehmen die weniger als 250 Personen beschäftigen und die einen Jahresumsatz von maximal 50 Mio. Euro oder eine maximale Jahresbilanzsumme von 43 Mio. Euro aufweisen.
  • KMU im weiteren Sinne mittelständische Unternehmen, die maximal 1.000 Mitarbeiter beschäftigen und einen maximalen Jahresumsatz von 100 Mio. Euro aufweisen (Partnerunternehmen oder verbunden Unternehmen müssen in die Berechnung miteinbezogen werden.)
  • Unternehmen, die nicht in diese beiden Kategorien fallen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen können teilnehmen. Zu beachten ist, dass für sie evtl. reduzierte Fördersätze gelten.

 

Wie muss ein Projekt aussehen, das antragsberechtigt für KMU-NetC ist?

  • Das Projekt muss in einem industriellen Kontext stehen
  • Es benötigt über eine Dauer von 2 bis maximal drei Jahren Förderung
  • Das Projekt wird von einer Netzwerkmanagement-Organisation koordiniert
  • Das Projekt ist ein Forschungsvorhaben oder ein vorwettbewerbliches Entwicklungsvorhaben
  • Das Projekt wird von mindestens 2 KMU gemeinsam bearbeitet

Wenn das Projekt den Herausforderungen für KMU am Markt begegnen möchte, sind auch Projekte antragsberechtigt, die auf „nicht-technische Innovationen, neue Geschäftsmodelle oder innovative Verwertungs- und Verbreitungsformen“ abzielen.
Zum Nachlesen: die Veröffentlichung des Ministeriums zu KMU-NetC.

Am Projekt sollten weitere Akteure wie Forschungseinrichtungen und Hochschulen beteiligt sein. DORUCON verfügt über ein großes Netzwerk und hilft Ihnen bei der Suche nach einem passenden Forschungspartner und bei der Frage, ob Ihr Projekt oder Netzwerk für eine Förderung geeignet ist.

Ob ein Projekt den Antrags- und Förderkriterien von KMU-NetC entspricht, entscheidet das BMBF anhand der eingereichten Projektskizze für das KMU-NetC-Vorhaben. Im Anschluss an eine Bewilligung der Projektskizze wird der ausführliche Förderantrag gestellt.

 

Höhe der Förderung mit KMU-NetC

Für die projektbezogenen Kosten werden Zuschüsse bis zu einem Anteil von 50% gewährt. Die Höhe richtet sich unter anderem nach der Anwendungsnähe des Projekts. Auch die Leistungen der koordinierenden Netzwerk-Managementorganisation werden bezuschusst.

 

Welche Fristen sind bei KMU-NetC einzuhalten?

Anträge für KMU-NetC können jederzeit gestellt werden. Die Entscheidung darüber erfolgt jeweils zu einem Bewertungsstichtag. Der nächste Bewertungsstichtag für Projekte mit KMU-NetC ist der 15. November 2016. Ein weiterer Bewertungsstichtag ist geplant für Frühjahr 2017 und wird vom BMBF bekannt gegeben, wenn er feststeht.

 

Kombination von KMU-NetC mit anderen Förderprogrammen wie ZIM

Auch Unternehmen, die bereits  eine Förderung wie z.B. ZIM nutzen oder die Teil eines ZIM-Netzwerks sind, können unter Umständen eine weitere Förderung durch KMU-NetC beantragen. Dabei sind zahlreiche individuelle Rahmenbedingungen zu beachten. Wir beraten Sie gerne in einem ersten Gespräch, ob die Beantragung einer weiteren Förderung für Ihr Netzwerk oder Projekt möglich ist. Kontaktieren Sie uns einfach.

 

Sie sind Teil eines Forschungsverbunds, Netzwerks oder Clusters und möchten Sich über Ihre Fördermöglichkeiten informieren? Sprechen Sie uns an! Oder senden Sie uns einfach eine Nachricht mit Ihren Kontaktdaten und dem Betreff „Kostenloses Erstgespräch“ über unser Kontaktformular.

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Hier finden Sie weitere Informationen zur Förderung durch KMU-NetC.