Förderung von Zuwendungen im Bereich KMU-innovativ : Medizintechnik

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Ziel mit dem Fachprogramm KMU-innovativ Medizintechnik den Bereich der medizintechnischen Forschung und Entwicklung zu stärken und zudem die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erweitern. Auch soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland ausgebaut werden. In dieser laufenden Fördermaßnahme liegt der Fokus in der Unterstützung forschender KMU im medizintechnischen Bereich.

 

Medizintechnische KMU: Das innovative Rückgrat der Branche

Der Fokus dieser Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung liegt in der Unterstützung anwendungsorientiert forschender KMU im Bereich Medizintechnik. Die stetig zunehmende Interdisziplinarität aber auch die immer umfangreicheren regulatorischen Anforderungen im Gesundheitsbereich erschweren und komplizieren den Prozess der Erforschung und Entwicklung zu medizintechnischen Lösungen. Das Förderprogramm nimmt Bezug zum Zehn-Punkte-Programm des BMBF „Vorfahrt für den Mittelstand“, welches neue Ideen, Anwendungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle fördert und die weitere Verbreitung von Forschungsergebnissen und Modelllösungen unter den KMU anstrebt.

Durch das Förderprogramm sollen Unternehmen zu mehr Anstrengungen in Forschung und Entwicklung angeregt werden, aber auch Kooperationen mit weiteren Unternehmen dieser Branche und wissenschaftlichen Einrichtungen verstärkt werden.

Gegenstand und Vorrausetzung für eine Förderung in KMU-innovativ Medizintechnik

Eine Förderung ist unter der Voraussetzung möglich, dass die medizinische Rationale des Lösungsansatzes und die technische Machbarkeit wissenschaftlich belegt sind.

Gegenstand der Förderung können sein:

  • wissenschaftlich-technische Fragen
  • präklinische Untersuchungen
  • frühe klinische Machbarkeitsstudien

Frühe klinische Machbarkeitsstudien sollten das Konzept eines, sich in der Entwicklung befindlichen, Medizinprodukts evaluieren mit den Zielen:

  • Entwicklung des Protokolls für eine nachfolgende klinische Prüfung des Medizinprodukts im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahrens
  • Optimierung der notwendigen Operationstechnik für das Medizinprodukt
  • Erkennen notwendiger Änderungen des Medizinprodukts oder Änderungen des Untersuchungs- und Behandlungsverfahrens unter Verwendung des Medizinprodukts.

In der Regel sind frühe Machbarkeitsstudien auf den Einschluss von bis zu zehn Patienten beschränkt. Zulässig sind sie nur dann wenn sie im Rahmen geeigneter präklinischer Untersuchungen nicht erarbeitet werden können.

Die Studien sollen lediglich die Effizienz des Entwicklungsprozesses von Medizinprodukten steigern. Um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit des endgültigen Designs eines Medizinprodukts zu belegen, sind sie jedoch nicht vorgesehen.

Nicht Gegenstand der Förderungen sind klinische Prüfungen im Rahmen der klinischen Bewertung als zentraler Bestandteil des Konformitätsbewertungsverfahrens.

Zuwendungen im Wege der Projektförderung

Die zuwendungsfähigen, projektbezogenen Kosten dienen als Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen im Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeit.

In der Regel können bis zu 50 % anteilig finanziert werden. Nach Grundsätzen des BMBF wird eine Eigenbeteiligung – mindestens immer grundsätzlich 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vor­ausgesetzt. Wenn die gesamten Eigenanteile aus BMBF-geförderten Forschungsvorhaben 100 000 Euro pro Jahr nicht überschreiten, kann beim Antragsteller eine vereinfachte Bonitätsprüfung erfolgen.

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Weitere Informationen zum Programm KMU-innovativ  finden Sie hier:

Bekanntmachung Richtlinie zur Förderung von Zuwendungen für „KMU-innovativ: Medizintechnik“