Neues Förderprogramm des BMWi: „go-digital“

Passend zum Start des neuen Förderprogramms des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bieten wir hier einen kleinen Überblick über die „go-digital“-Maßnahme des Bundes.Um die Digitalisierung auch im deutschen Mittelstand voran zu treiben hat das BMWi eine neue Fördermaßnahme ins Leben gerufen. Noch bis zum Ende 2021 haben kleine und mittelständische Unternehmen, sowie handwerkliche Betriebe die Möglichkeit die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse fördern zu lassen.

Ziel der „go-digital“-Initiative ist die Entwicklung und Umsetzung von umfassenden IT-Konzepten und den notwendigen Maßnahmen für KMUs und Handwerksbetrieben in Deutschland. Dabei liegt der Fokus auf den erhöhten Sicherheitsbedarf, die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit von KMUs und Handwerksbetrieben und der Anstieg an Digitalisierung von Geschäftsprozesse als wirtschaftlicher Standard. Damit auch mittelständische Unternehmen, welche traditionell über knappere finanzielle, organisatorische und personelle Ressourcen verfügen, weiterhin mit dem rasanten Wandel innerhalb der Wirtschaft Schritt halten können, ist eine Förderung entwickelt worden, welche das Digitalisieren von Geschäftsprozessen als Ziel hat. Dieses Ziel steht im allgemeinen Einklang zu der digitalen Agenda der Bundesregierung. Optimaler weise führt das Einführen von digitalen Geschäftsprozessen zu dem Erhalt, oder gar Schaffung, von Arbeitsplätzen.

Um diesen umfangreichen Thema eine Struktur zu verleihen wurden drei Module erstellt, die sich mit einem spezifischen Aspekt des digitalen Wandels befassen:

1. Modul: IT-Sicherheit

2. Modul: Digitale Markterschließung

3. Modul: Digitalisierte Geschäftsprozesse

Für jedes der drei Module kann eine Förderung beantragt werden, auch wenn diese bis zu einem gewissen Grad ineinander übergreifen, werden diese jedoch separat behandelt. Die drei Module beinhalten die folgende Gegenstände der Förderung:

Modul 1: fachliche Beratung und Begleitung bei der Umsetzung von erforderlichen Maßnahmen zum Auf- bzw. Ausbau der IT-Sicherheitssysteme. Dabei sollen die allgemeinen Schutzziele von Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit, Authentizität und Verbindlichkeit in die betrieblichen Prozesse integriert werden. So soll ein umfassendes, den Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasstes IT-Sicherheitsmanagementsystem entwickelt und implementiert werden.

Modul 2: ​Hier liegt der Fokus der Beratung auf das Entwickeln eines abgestimmten Online-Marketing-Konzept. Ziel ist der Auf- und Ausbau einer professionellen Internetpräsenz und ggf. ein eigener Web-Shop. Auch hier es von zentraler Rolle ein Konzept zu entwickeln, welches auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten ist, jedoch den technologischen Standard nicht außer Acht lässt.

Modul 3: In diesem Modul wird die Digitalisierung der Geschäftsprozesse intern unterstützt. Gefördert wird die Beratung zur Einführung von e-Business-Software-Lösungen im Unternehmen selbst, sowie die Schnittstellen zu Lieferanten, Kunden und anderen Marktteilnehmern. Auch können Beratungen zu Teilprozessen unterstützt werden. Die Konzepterstellung sowie die Umsetzung dieser Maßnahmen sind Gegenstand der Förderung. Beispiele für Geschäftsprozesse und deren Digitalisierung sind: Lagerhaltung, elektronisches Zahlungsverfahren, Logistik, Versand- und Retourenmanagement.

Wichtig ist, dass die eingeführten IT-Systeme für zukünftige Weiterentwicklungen offen gestaltet sind und weiter ausbaufähig sind. Auch sollte auf die  momentane Gesetzeslage beachtet werden, besonders im Hinblick auf Datenschutz und IT-Sicherheit.

Die Voraussetzungen für die Beantragung eines Zuschusses im Rahmen des „go-digital“ Programms sind:
– die Leistungen des Beraters entsprechend der Module
– ein autorisierter Berater führt die Leistung aus
– es muss ein Vertrag über die Beratung und deren Leistung vorhanden sein
– die vertragsmäßig festgehaltene Leistung muss mittels eines Verwendungsnachweises bestätigt werden
Die Förderung stellt einen nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilfinanzierung dar. Eine Unterstützung kann mit bis zu 50% erfolgen. Pro Beratertag sind Ausgaben von maximal 1.100 Euro förderfähig. Für die Beratung wählt das Unternehmen ein Hauptmodul aus, welches mit bis zu 51% den Beratungsschwerpunkt darstellt. Es können bis zu 20 Beratertage geltend gemacht werden. Sollte das gewählte Hauptmodul das 2. oder 3. Modul sein, sollten 2 Tage der Beratung sich mit der IT-Sicherheit befassen.
Der Antrag wird von dem beratenden Unternehmen gestellt. Die Förderung zählt für den Begünstigten, dem zuberatenden Unternehmen, als eine De-Minimis Beihilfe.
Die vollständige Richtlinie zu der neuen BMWi Förderungsmaßnahme finden Sie hier.
Haben Sie Fragen zu weiteren Födermaßnahmen des Bundes? Möchten Sie wissen welche weiteren Födermaßnahmen für Sie relevant sein könnten? Dann kontaktieren Sie uns! Wir freuen uns auf Sie. Alternativ können Sie unseren kostenlosen Fördercheck durchführen.