Neue Kooperationsmöglichkeit im ZIM-Programm: Ausschreibung Deutschland-Schweden

​Das BMWi hat eine neue Ausschreibung für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand ZIM veröffentlicht: Erstmalig können sich Akteure aus Deutschland und Schweden gemeinsam auf eine Ausschreibung bewerben. Die Teilnehmer können von einem erhöhten Fördersatz profitieren. Für sie gelten die Kriterien des ZIM-Programms, wenn sie aus Deutschland stammen. Antragsteller aus Schweden richten sich nach den Konditionen der Vinnova. Vinnova ist die offizielle Agentur des schwedischen Staats für Innovationen. 

Wie funktioniert die erste ZIM-Ausschreibung für Partner aus Deutschland und Schweden?

Zunächst müssen interessierte Unternehmen prüfen, ob sie die Kriterien des ZIM-Programms erfüllen. Hierzu werden mehrere Faktoren betrachtet: bei Unternehmen z.B. die Anzahl der Mitarbeiter, der jährliche Umsatz oder die Jahresbilanzsumme. Auch eine genügende Bonität bzw. regelmäßige Umsätze muss der Antragsteller nachweisen. Ist diese Prüfung der ersten Antragskriterien positiv, müssen weitere Bedingungen zum Projekt erfüllt werden: Es sollte innovativ sein und eine echte Neuerung darstellen. Weiterhin muss im ZIM-Antrag dargelegt werden, dass ein technisches Risiko bei der Entwicklung besteht. Der Inhalt des geplanten Vorhabens muss ebenfalls genau beschrieben werden. Zusätzlich zum ZIM-Antrag muss von beiden Partnern zusammen ein gesonderter Antrag auf Englisch eingereicht werden, sowie ein Kooperationsvertrag.

Wichtig ist, dass Antragsteller die Antragsfrist einhalten. Sie läuft für die gemeinsame Ausschreibung Deutschland-Schweden bis zum 18. April 2018.

Welche Projekte werden mit der ZIM-Ausschreibung Schweden-Deutschland gefördert?

Ein großer Vorteil des ZIM-Programms ist, dass Vorhaben unabhängig von der eingesetzten Technologie gefördert werden können. Bei der Deutschland-Schweden-Ausschreibung ist wichtig, dass durch die Zusammenarbeit der deutschen und schwedischen Partner ein sehr viel besseres Ergebnis erreicht werden kann. Das Ergebnis sollte marktreif sein, d.h. es kann wirtschaftlich verwertet und vermarktet werden. Förderbar sind sowohl neue Produkte, als auch neue Technik-Dienstleistungen und neue Verfahren.

Eine Besonderheit ist der Projektstart: Laut ZIM-Ausschreibung Deutschland-Schweden ​müssen geförderte Projekte zwischen dem 10. September und dem 10. Oktober beginnen. Dies ist bedingt durch eine Regelung in Schweden. Unternehmen sollten also so planen, dass ihr Projekt im  angegebenen Zeitraum beginnen kann. Eine Rückmeldung zur Bewilligung oder Ablehnung ihres ZIM- und Vinnova-Antrags erhalten Antragsteller bis September.

Bekanntmachung zur ZIM-Ausschreibung und weitere Informationen zu ZIM

In der Bekanntmachung zur Ausschreibung können Sie weitere Details nachlesen.  Wir berichten auch auf unserem Blog bei Neuigkeiten zu ZIM-Ausschreibungen, z.B. zur ersten ZIM-Ausschreibung Deutschland-Taiwan oder zu internationalen Förderprojekten mit IraSME​. Internationale Ausschreibungen für FuE-Kooperationen ​werden regelmäßig vom BMWi veröffentlicht. ​Eine Übersicht  finden Sie auf der Homepage des BMWi.

Wichtige Fakten zu ZIM-Förderprojekten finden Sie zusammengefasst auf unserer Infoseite.  Ausführliche Informationen zum ZIM-Programm finden Sie weiterhin auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Planen Sie ein internationales Forschungsprojekt? Und möchten Sie eine Förderung, z.B. auf nationaler Ebene oder auf EU-Ebene  (HORIZON2020 KMU-Instrument) nutzen? Wir bieten Antragsservice & Beratung. Kontaktieren Sie uns – wir freuen uns auf Sie!​