Studie zu Gründerwettbewerben

Das Online-Portal Für-Gründer.de hat in seiner Publikation „Gründerwettbewerbe und Top-Start-ups 2014/15“ die bedeutendsten Gründerwettbewerbe Deutschlands aufgelistet. In ihrer Analyse kam die Online-Plattform zu dem Ergebnis, dass sich die Anzahl der Gründer- und Businessplanwettbewerbe, die untersucht wurden, von 2013 auf 2014 verdoppelt haben. So wurden im letzten Jahr deutschlandweit 124 Gründerpreise überreicht.

Summe der Preise

Die 124 untersuchten Wettbewerbe haben insgesamt 834 Auszeichnungen vergeben, bei 98 Wettbewerben wurden Geldpreise verliehen, bei 16 Wettbewerben außerdem noch Sachpreise. Insgesamt beträgt die Summe der Geldpreise 2,56 Mio. Euro, die der Sachpreise 600.000 Euro, sodass sich der Gesamtwert der verliehenen Preise auf 3,2 Mio. Euro beläuft.

Gründe für die Teilnahme an Gründerwettbewerben

Dabei sind Gründerwettbewerbe nicht nur aufgrund der Geld- und Sachpreise attraktiv, Teilnehmer profitieren zusätzlich auch von fachlicher Beratung – etwa bei der Erstellung ihres Businessplans. Gleichzeitig bieten die Wettbewerbe ihnen auch die Möglichkeit, das eigene Unternehmen oder Start-up dank medialer Aufmerksamkeit kostenlos zu bewerben, neue Kontakte zu knüpfen und ihr Netzwerk zu vergrößern. Womöglich ergibt sich daraus sogar die Chance, eine Kooperation einzugehen. Zusätzlich werden Gründerwettbewerbe oftmals von interessanten und lehrreichen Vorträgen, Seminaren und Workshops begleitet. Da sich diese Angebote an alle Teilnehmer richten, lohnt sich das Mitmachen also nicht bloß für die Sieger des jeweiligen Wettbewerbs, jedes teilnehmende Unternehmen profitiert!

Regional und national ausgerichtete Wettbewerbe

Von den 124 analysierten Wettbewerben waren 79 regional ausgerichtet. 45 Wettbewerbe waren bundesweit ausgeschrieben. In Bezug auf die winkenden Preisgelder sind die national ausgerichteten Wettbewerbe dabei zumeist großzügiger als die regionalen – sie stellen knapp die Hälfte des gesamten Preisgeldes.

Regional betrachtet erwiesen sich Baden-Württemberg, Thüringen und Nordrhein-Westfalen als die Bundesländer mit den höchsten Preisgeldern. Auf den hintersten Plätzen befinden sich Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und schließlich Hamburg. Das Saarland liegt mit dem KWT Gründerwettbewerb sowie dem Wettbewerb 1,2,3 GO und Preisgeldern in der Höhe von insgesamt 60.000 Euro im mittleren Feld auf dem achten Platz.

Die meisten Wettbewerbe wurden in Bayern (13), Niedersachsen (11) und Nordrhein-Westfalen (9) abgehalten. Die wenigsten Wettbewerbe wurden in Berlin-Brandenburg, dem Saarland und Sachsen-Anhalt durchgeführt, mit jeweils zwei Wettbewerben pro Region.

 

 

An wen richten sich die Wettbewerbe?

Die Vielfalt der Wettbewerbe ist dabei nicht nur auf bundesweite oder regionale Austragungen begrenzt. So gibt es Wettbewerbe, die sich an fast jedes Stadium innerhalb des Gründungsprozesses richten. Teilnahmemöglichkeiten beginnen bereits in der Vorgründungsphase, aber auch Unternehmen, die bereits bis zu fünf Jahre alt sind, können noch bei verschiedenen Gründerwettbewerben mitmachen. Insgesamt liegt der Fokus jedoch verstärkt auf der Unterstützung in den frühen Phasen der Gründung.

Eine weitere Schwerpunktbildung neben dem Stadium der Unternehmensgründung kann auch auf der Konzentration auf eine bestimmte Branche liegen. Dazu zählen beispielsweise Biotechnologie, Chemie, Handwerk, Handel, die Life Sciences oder auch die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). An letzte richteten sich 2014 insgesamt neun Wettbewerbe, die etwas mehr als ein Viertel des gesamten Preisgeldes ausmachten. Branchenoffen waren jedoch 82 Wettbewerbe, die zusammen mehr als die Hälfte des Preisgeldes auszahlten.

 

Die gesamte Studie mit weiteren Details zu den Ergebnissen, Tipps für eine erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben sowie einem Überblick über die verschiedenen Wettbewerbe finden Sie online unter:

http://www.fuer-gruender.de/fileadmin/mediapool/Publikation/Gruenderwettbewerbe_und_Top_Start-up_2014_2015_Fuer-Gruender.de.pdf