WIR!, RUBIN und REGION.innovativ

Innovationen und Entwicklungen ermöglichen das Wirtschaftswachstum unseres Landes und sichern somit den Wohlstand. Aufgrund der sehr unterschiedlichen regionalen Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Förderprogramme WIR!, RUBIN und REGION.innovativ ins Leben gerufen.

WIR!, RUBIN und REGION.innovativ_DORUCON

Über WIR!, RUBIN und REGION.innovativ

In den strukturschwachen Regionen in Deutschland leben rund 40 Prozent der Bevölkerung. Um in unserem Land Wirtschaftswachstum und Wohlstand zu sichern, ist es wichtig, Innovationsprozesse zu fördern. Jedoch sind die Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationsprozesse in den Regionen sehr unterschiedlich. Strukturschwache Regionen stehen dabei vor besonderen Herausforderungen: Sie brauchen einerseits engagierte Partner, welche die Stärken der Region kennen und diese aufgreifen, um einen innovativen Wandel einzuleiten. Andererseits brauchen die Regionen auch die richtige Unterstützung um eine Weiterentwicklung zu ermöglichen.

An dieser Stelle setzt das BMBF mit seiner Programmfamilie ,,Innovationen & Strukturwandel“ an. Diese verschiedenen Programme sind aufeinander abgestimmt, um eine bestmögliche Unterstützung zu garantieren.

WIR!

Das Förderprogramm WIR! ist eine Fördermaßnahme der Programmfamilie. Es ist darauf ausgelegt, eine Innovationsdynamik zu entwickeln. Hier werden breite regionale Bündnisse gebildet. Die Partner der Bündnisse entwickeln gemeinsam Strategien und setzen diese folglich um. Der Fokus in diesem Programm liegt auf weniger etablierten Regionen in Bezug auf Innovations- und Wirtschaftszentren, die noch kein sichtbares Innovationsprofil entwickeln konnten. Bei dieser Förderung steht der Mensch vor Ort im Mittelpunkt.

Das Bündnis zwischen den Projektpartnern soll so aufgestellt sein, dass das ausgesuchte Innovationsfeld interdisziplinär sowie branchenübergreifend bearbeitet wird. Die Bündnisse haben zum Ziel, dass sie aus ganz verschiedenen Akteuren zusammensetzen:

  • Forschungs- und Bildungsbereich
  • Wirtschaft (vor allem KMU)
  • öffentliche Verwaltung
  • Zivilgesellschaft
  • Die Partner erarbeiten nach und nach zusammen eine umfassende Strategie für ihre Region und überprüfen diese ständig sowie justieren bei Bedarf nach.

    Termine für die Förderung

    Am 01.02.2020 ist Frist für die Einreichung der Skizzen. Danach wählt das Ministerium zunächst 40 Bewerbungen aus, welche am meisten überzeugt haben. Diese erarbeiten anschließend in der Konzepthase ihre regionalen Innovationskonzepte. Im Anschluss werden 25 Bündnisse gewählt, die dann in die sechs Jährige Umsetzung starten.

    RUBIN

    Anders als bei dem Förderprogramm WIR! arbeiten an RUBIN sieben bis fünfzehn konkrete Partner an vorab definierten Innovationsprojekten. Für die Förderung werden Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft ( insbesondere KMU) bevorzugt. Das Förderprogramm RUBIN ist grundsätzlich themen- und technologieoffen, jedoch liegen bevorzugte Themen in den Innovationsfeldern der Zukunft. Diese Innovationsfelder haben ein hohes Innovations- und Wachstumspotential und sind beispielsweise:

  • Energie
  • Klima
  • Gesundheit
  • Mobilität
  • Arbeit 4.0
  • und deren Schnittstellen, welche man mit der Hightech-Strategie 2025 vergleichen kann.

    Die Ziele sind die gleichen wie bei dem Programm WIR!. Es soll die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der KMU in strukturschwachen Regionen gesteigert werden. In regionalen Bündnissen soll die Zusammenarbeit der Unternehmen untereinander und mit kooperierenden Hochschulen beziehungsweise Forschungseinrichtungen gestärkt werden. Dies hat im Sinn, dass sich die Innovations- und Verwertungsorientierung der Hochschulen und Forschungszentren verbessert.

    All dies bewirkt eine wettbewerbsfähige Profilbildung der strukturschwachen Regionen und trägt zu einer zukünftigen Clusterbildung bei.

    Die Förderung

    Gefördert werden neue oder bereits existierende regionale Bündnisse. Diese arbeiten eng und verbindlich miteinander zusammen.

    Die Förderung besteht aus zwei Phasen, welche einerseits aus der ein- bis siebenmonatigen Konzeptphase und andererseits aus einer in der Rege dreijährigen Umsetzungsphase.

    Die Konzeptphase

    In der Konzeptphase erarbeiten die Bündnisse ein strategisches, unternehmerisches sowie marktorientiertes ,,RUBIN-Konzept“. Daraus entstehen gemeinsame Innovationsziele. Das Bündnis leitet aus dem entstandenen Konzept vor-wettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie strategische Maßnahmen ab. Die Partner legen zudem Strukturen und Prozesse für das Innovationsmanagement und die Kooperation an.

    In der Konzeptphase können bis zu drei Partner eine Förderung von maximal 200.000 Euro erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens ein KMU und höchstens eine Hochschule oder Forschungseinrichtung beteiligt ist.

    Die vielversprechendsten Konzepte werden anschließend für die dreijährige Umsetzungsphase ausgewählt. In dieser Phase werden die Forschungs- und Entwicklungsprozesse erarbeitet, welche als Grundlage für attraktive Produkte und Dienstleistungen sind. Parallel entwickeln die Bündnisse ihre Verwertungs- und Marktstrategien immer weiter und sprechen schon potentielle Kunden an.

    RUBIN-Bündnisse erhalten in der Umsetzungsphase zwischen fünf und 12 Millionen Euro.

    Immer bis zum 01. Februar der Jahre 2020, 2021 und 2022 können sich regionale Bündnisse um eine RUBIN-Förderung bewerben. Das gelingt indem man eine Skizze bei dem zuständigen Projektträger einreicht.

    Eine Förderung erhalten neue oder bereits existierende regionale, eng und verbindlich zusammenarbeitende Bündnisse.

    Weitere Informationen zu RUBIN finden Sie beim BMBF.

    REGION.innovativ

    Auch REGION.innovativ legt den Fokus auf strukturschwache Regionen und deren Stärkung der Innovationskraft. Unter andrem ist ein wichtiges Thema die Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft. Durch den demografischen Wandel, die digitale Transformation und Entwicklungen in der wirtschaftlichen Struktur verändert sich unser Arbeitsumfeld, wie wir arbeiten und was unsere Aufgabengebiete sind.

    Die aktuelle Förderrunde von REGION.innovativ zeichnet sich dadurch aus, dass Bündnisse aus Wirtschaft und Wissenschaft neue Konzepte aus der Arbeitsgestaltung gemeinsam entwickeln und durchführen. Daraus resultiert eine Weiterentwicklung der Teilnehmer sowie eine nachhaltige Steigerung der Attraktivität der Standorte. Schließlich trägt das zum Strukturwandel in der ganze Region bei.

    Ziele von REGION.innovativ

    Es entstehen durch die regionalen Bündnisse neue Themen und Förderinstrumente in den Rubriken Forschung, Innovation und Bildung. Diese werden von den Partnern ebenfalls verknüpft.

    In einer Zusammenarbeit mit der Programmlinie ,,Zukunft der Arbeit“ des Dachprogramms ,,Innovationen für die Produktion, Dienstleistungen und Arbeit von morgen“ entstehen aktuell Lösungsansätze für eine Arbeitswelt der Zukunft und werden derzeit auch durchgeführt. Die beteiligten Unternehmen probieren die neuen Instrumente und Modelle für eine Gestaltung einer neuartigen Arbeitswelt aus. Dies steigert die Attraktivität des Standortes und sichert diese langfristig.

    Zuwendungsempfänger

    Das Förderprogramm RUBIN.innovativ richtet sich an alle Akteure bestehender regionaler Bündnisse, Netzwerke und Cluster, welche ein Innovationsfeld bearbeiten was für den regionalen Strukturwandel besonders bedeutend ist.

    Es sollen sich regionale Forschungsverbünde bilden, welche überwiegend von kleinen und mittleren sowie mittelständischen Unternehmen getragen werden. Vorzugsweise soll sich in jedem Bündnis eine (regionale) Hochschule oder Forschungseinrichtung aus dem Sektor Arbeitsforschung befinden.

    Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, staatliche und nicht-staatliche Universitäten und Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Kammern und Verbände sind Antragsberechtigt.

    Die Förderung

    Bündnisse müssen darauf achten, dass sie einen der folgenden Schwerpunkte aufgreifen:

  • Forschung zur Gestaltung von Transformationsprozessen in regionalen Arbeitsnetzwerken, wie beispielsweise digital unterstützte Ansätze
  • Erforschung neuer Kompetenzarchitekturen für den Wandel im Unternehmen, das zielt zum Beispiel auf Instrumente zur Personal- und Kompetenzentwicklung oder auf Kreativitätsförderung
  • Wirtschaftliche, soziale, ökologische und kulturelle Besonderheiten der Region
  • Die Auswahl der Themen soll so erfolgen, dass auch strukturschwache Regionen mit ähnlichen Technologiezweigen und Bereichen einen Nutzen ziehen können.
  • Termine

    Bei Interesse an einer Förderung müssen die Bündnisse bis zum 01.04.2020 eine Projektskizze beim BMBF beauftragten Projektträger einreichen. Hierbei ist es notwendig eine gemeinsame Skizze vom Koordinator einzureichen.

    Die Skizze darf maximal 10 Seiten umfassen exklusive Deckblatt und Verzeichnissen. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des BMBF wie unter anderem eine Vorlage der Skizze und Rahmenbedingungen zum Gestalten des Antrags.

    Nachdem die Skizze positiv Begutachtet wurde, muss jeder Verbundpartner einen eigenen Antrag auf Förderung stellen.

    Die Entscheidungskriterien

  • Besteht Relevanz des Vorhabens für den wirtschaftlichen Strukturwandel in der Region?
  • Können alle Antragsteller des Bündnis der Region zugeordnet werden?
  • Wie hoch ist der Innovationsgehalt und der Anwendungsbezug des vorgeschlagenen Projekts ?
  • Ist das Projekt realisierbar und vor allem nachvollziehbar geplant?
  • Wurden alle Akteure die für das Projekt wichtig sind eingeplant?
  • Sind die angestrebten Ergebnisse für weitere regionale Unternehmen relevant ?
  • Sind die Ergebnisse übertragbar?
  • Weitere Infos

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