GRW Förderung – Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“

Ziel und Hintergrund der GRW Förderung

GRW Förderung_DORUCON

Die GRW Förderung wurde bereits 1969 ins Leben gerufen. Als sogenannte Gemeinschaftsaufgabe zwischen Bund und Ländern hat die Investitionsförderung zum Ziel, strukturschwache Regionen zu unterstützen. Durch die Förderung von gewerblichen und gleichzeitig regionalen Investitionen werden somit dauerhafte Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen und erhalten. Auch Investitionen in die kommunale Infrastruktur fördert die GRW sowie Maßnahmen zur Vernetzung lokaler Akteure. Außerdem sind Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen mit Hilfe der GRW förderfähig.

Das breite Spektrum der GRW Förderung stärkt somit die gesamte Investitionstätigkeit der regionalen Unternehmen, fördert den Strukturwandel und sichert somit den Arbeitsmarkt.

Welche Regionen sind förderfähig?

Die Fördermöglichkeit durch GRW gilt für strukturschwache und „bedürftige“ Regionen. In wirtschaftsstarken Regionen steht damit kein Investitionszuschuss durch die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur zur Verfügung. Aufgrund des Nachholbedarfs in den neuen Bundesländern und Berlin kann dort flächendeckend eine Investitionsförderung beantragt werden. In den alten Bundesländern steht wenigen ausgewählten Regionen, wie beispielsweise dem Saarland oder dem Ruhrgebiet, eine Investitionsförderung zu.

Wie wird die Strukturschwäche einer Region festgelegt?

GRW Fördergebietskarte_DORUCON

In einem bundesweit einheitlichen Verfahren werden Strukturschwächen regelmäßig überprüft. Durch Indikatoren (Arbeitsmarkt-, Einkommensgröße, Infrastrukturausstattung) wird eine Reihenfolge von der schwächsten zur stärksten Region festgelegt, die folglich die Höhe des Investitionszuschusses bestimmt. In der Fördergebietskarte sind die GRW Fördergebiete von 2014 bis 2020 abgebildet. Ab 1. Januar 2021 muss somit neu festgelegt sein, welche Regionen zuwendungsfähig sind. Dafür wird ein GRW-Unterausschuss einberufen, der die Anpassungen in der kommenden Förderperiode festlegt.

Wer fördert? Bund oder Land?

Die GRW Förderung ist ein Förderprogramm des Bundes, d.h. es wurde in einem gesamtdeutschen Rahmen festgelegt, jedoch sind in erster Linie die Länder für die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Regionen zuständig. Somit sind sie auch Entscheidungsträger darüber, welche Projekte in welcher Höhe unterstützt werden und verantwortlich für die Umsetzung der GRW Förderung. Sie können außerdem Schwerpunkte ihrer Förderung setzen und bestimmte Branchen fokussieren.

Voraussetzungen der GRW Förderung

Wer ist antragsberechtigt?

Prinzipiell sind kleine, mittlere und große Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft antragsberechtigt. Jedoch differenzieren die Förderrichtlinien der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ weitergehend: Auch Unternehmen des Fremdenverkehrsgewerbes bei „volkswirtschaftlich besonders förderungswürdigen“ Investitionsvorhaben können einen Investitionszuschuss beantragen. Außerdem Gemeinden und Gemeindeverbände sowie andere Träger bei „wirtschaftsnahen Infrastrukturmaßnahmen“.

Welche Projekte fördert die GRW?

Um einen Investitionszuschuss zu erhalten, muss das Projekt bzw. die Investition:

  • in einer der strukturschwachen Regionen der Gemeinschaftsaufgabe liegen,
  • den „Primäreffekt“ erfüllen: durch Schaffung von zusätzlichen Einkommensquellen das Gesamteinkommen der Region auf Dauer erhöhen,
  • langfristig Arbeitsplätze schaffen und sichern,
  • binnen 36 Monaten durchgeführt werden.

Alle Infos zur Förderungsvoraussetzung finden Sie hier in den Richtlinien.

Höhe der GRW Förderung

Für Unternehmen der ausgewählten Regionen ist die GRW Förderung sehr interessant, denn ein großer Teil der Investitionskosten ist zuwendungsfähig in Form eines Investitionszuschusses im Sachkapital als auch in den Lohnkosten. Basis der Investitionsförderung sind die zuwendungsfähigen Ausgaben und darauf bezogen sind maximal 35% förderbar. Der Fördersatz liegt im Ermessen des jeweiligen Bundeslandes des Unternehmens.

Weitere Infos

Ab Januar 2020 wird das sogenannte „Gesamtdeutsche Fördersystem“ wirksam. Dieses bündelt folglich die Regionalförderprogramme des Bundes und weitet die bislang auf den Osten Deutschland beschränkte Förderprogramme, nach dem Vorbild der GRW Förderung, bundesweit auf alle strukturschwachen Gebiete aus. Insgesamt betrifft diese Bündelung 22 Programme der Bundesregierung, unter anderem das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), das Förderprogramm Innovationskompetenz (INNO-KOM) und Programme der Fachkräfteentwicklung oder auch Digitalisierung. Somit können die Programme fachübergreifend koordiniert werden und gemeinsam die regionale Wirkung ausbauen.

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Referenzen

  • Ich wüsste nicht, was hätte besser laufen sollen.
    Gerd Schorn, GF, Fa. Erlmann
  • Wir werden Sie weiter empfehlen.
    Manfred Reimann, GF, Fa. RS Schwarze

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