Definition kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fungieren als tragende Säule der deutschen Volkswirtschaft. KMUs sind so nicht nur für mehr als die Hälfte der Deutschen ein Arbeitgeber, sie erwirtschaften ebenso jeden zweiten Euro. Im Vergleich zu börsenorientierten Unternehmen haben kleine und mittlere Unternehmen aufgrund ihrer Größe erschwerten Zugang zum Kapitalmarkt. Deshalb haben die Gesetzgeber beschlossen, KMUs mit Fördermitteln und Vergünstigungen besonders zu unterstützen.

Bedeutung der KMUs für die deutsche Wirtschaft

Kleine und mittlere Unternehmen sind ein Motor für die deutsche Wirtschaft – und zwar auch in Sachen Beschäftigung. Denn die KMUs sind mit mehr als 16 Millionen Arbeitnehmern für etwa 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Deutschen ein Arbeitgeber. Darüber hinaus spielen die KMUs in wirtschaftlicher Hinsicht weitergehend eine entscheidende Rolle, indem sie:

  • Über 80% der betrieblichen Ausbildungsplätze stellen
  • Jährlich etwa 55% der Nettowertschöpfung erwirtschaften
  • Mit ihrer hohen Beschäftigungsquote maßgeblich zur Senkung der Arbeitslosenzahlen beitragen
  • 35% des deutschen Jahresumsatzes der Unternehmen erwirtschaften
  • Immer mehr in die eigene Forschung und Entwicklung (FuE) investieren

Aber was bedeutet KMU eigentlich?

Definitionskriterien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Definition kleine und mittlere Unternehmen (KMU) DORUCON

Die Europäische Kommission hat zum 1. Januar 2005 Definitionsgrundlagen zur Einordnung von Unternehmen als kleine und mittlere Unternehmen beschlossen. Diese KMU-Definitionskriterien sind seither in Kraft und berücksichtigen mit ihren Umsatz- und Bilanzwerten die wirtschaftliche Entwicklung. Ein Unternehmen wird entsprechend dann als Kleinunternehmen angesehen, wenn die Zahl der Beschäftigten unter 50 liegt und die jährliche Umsatzsumme oder die jährliche Bilanzsumme maximal zehn Millionen Euro beträgt.

Ein mittleres Unternehmen beschäftigt nach den EU-Kriterien dagegen weniger als 250 Mitarbeiter und weist eine jährliche Umsatzsumme von maximal 50 Millionen Euro oder alternativ eine Jahresbilanzsumme von maximal 43 Millionen Euro auf. Auch legt die Europäische Kommission eine weitere Kategorie fest, die die kleinste Unternehmensform definiert. Dabei handelt es sich um Kleinstunternehmen, die laut den KMU-Schwellenwerten der EU weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen und eine jährliche Umsatz- oder Bilanzsumme von maximal zwei Millionen Euro aufweisen. Diese Definitionskriterien für kleine und mittlere Unternehmen werden nachfolgend nochmals in einer Tabelle visualisiert:

Definitionswerte für KMU
Die Definitionswerte für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Europäischen Kommission

Wichtige Bemerkungen zu den KMU-Kriterien der EU (Verflechtung)

Allerdings müssen in Bezug auf die KMU-Kriterien noch weitere wichtige Anmerkungen beachtet werden. Die von der Europäischen Kommission angegebenen KMU-Schwellenwerte gelten so nur für Einzelunternehmen. Ist das Unternehmen jedoch einer Unternehmensgruppe angehörig, müssen entsprechend der Beteiligungshöhe die Anzahl der Mitarbeiter sowie die jährliche Umsatz- oder Bilanzsumme miteinkalkuliert werden. Auch werden die Verflechtungen von KMU mit anderen Unternehmen in öffentlichen empirischen Auswertungen und Statistiken derzeit noch nicht berücksichtigt. Es zählen Tochter-, Mutter- und Schwestergesellschaften, wobei es Schwellenwerte bei 25% und 50% gibt.

Eigenständige Unternehmen halten keine Anteile von 25% oder mehr an Kapital oder Stimmrecht eines anderen Unternehmens und entsprechende Anteile werden auch nicht am Unternehmen gehalten. Bei Partnerunternehmen (PU) werden dagegen 25% bis einschließlich 50% an Kapital oder Stimmrecht an oder von anderen Unternehmen gehalten. Wird der Anteil von 50% überschritten, handelt es bei den betroffenen Unternehmen um verbundene Unternehmen (VU).

Sie haben Fragen zu den KMU-Kriterien der EU? Kontaktieren Sie uns – wir sind Ihnen gerne behilflich.

Fördermöglichkeiten für KMUs

Kleine und mittlere Unternehmen geben immer mehr Geld für die eigene Forschung und Entwicklung (FuE) aus. Im Jahr 2015 betrug die Summe der FuE-Ausgaben so 62,4 Milliarden Euro. Doch KMUs können für die Finanzierung ihrer Innovationsprojekte auch anderweitige Finanzierungshilfen beanspruchen. Dabei stehen ihnen themenabhängig die verschiedensten Förderprogramme zur Verfügung. Ist das Projektvorhaben etwa im Energiesektor angesiedelt, ist eine Förderung durch das Energieforschungsprogramm „Innovationen für die Energiewende“ möglich. Bei Umweltthemen bietet sich dagegen das Umweltinnovationsprogramm (UIP) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) als Fördermöglichkeit an.

Darüber hinaus qualifizieren sich kleine und mittlere Unternehmen für eine Vielzahl an weiteren Unterstützungsmöglichkeiten. Beispielsweise können sie einen Zuschuss durch die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für Investitionen erhalten. Ebenso ist je nach Bundesland ein Digitalisierungszuschuss möglich. Insgesamt existieren mehr als tausend Optionen für die finanzielle Unterstützung von KMUs.

Unsere Homepage informiert Sie über mögliche Förderprogramme. Finden Sie etwas nicht, dann sprechen Sie uns an.

Zusätzliche Informationen zur KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) Definition

Die offizielle KMU-Definition der Europäischen Kommission finden Sie hier.

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Achim Dräger
Achim Dräger
15:36 19 Nov 15
Dorucon hat uns bei der Beantragung einer Innovationsförderung unterstützt. Von der ersten Beratung bis zum Abschluss hat uns Herr Dr. Rupp und sein Team sehr professionell durch alle Schritte begleitet und uns den Papierkram / Anträge und sogar Behördengänge abgenommen. Aus eigenem Antrieb wäre wahrscheinlich im Arbeitsalttag untergegangen. Vielen Dank!
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